Nöbdenitzer Kirche soll sich außen weiter mausern

Von OTZ-Redakteurin Erika Baumann Nöbdenitz. Weihnachtlich wird derzeit die Nöbdenitzer Dorfkirche geschmückt, vor allem legen dabei Kirchenältester Johannes Bromme und sein Sohn Wolfgang Hand an. Den wenn am Heiligabend um 14 Uhr zum festlichen Gottesdienst mit Krippenspiel eingeladen wird, soll das in besonders schöner Atmosphäre stattfinden.

Die Kirche, die 1894 ihren grundlegenden Umbau erfuhr und damit ihr heutiges Aussehen erhielt - auch in den 50- und 60-er Jahren sind immer mal Reparaturen erfolgt – hat nach der Wende eine innere Verschönerungskur erfahren. Dank vor allem auch durch Fördermittel der Dorferneuerung, der Denkmalpflege und der Kirche selbst. Genauso engagiert für das Gotteshaus seien auch die Gemeindeglieder und viele Bürger des Ortes, wie auch die politische Gemeinde mit Bürgermeister Günter Heidenreich mit Spenden und tatkräftiger Hilfe gewesen, betont Pastorin Brigitte Koch. Und auch die Betriebe, vor allem die Agrar e. G., und Gewerbetreibende halfen und helfen, damit die Kirche im Dorf erhalten bleibt.

Zunächst stand die Aufgabe, den enormen Schwammbefall zu beseitigen, der euch Balken zerfraß. Dachstuhl und Dach kamen in Ordnung. „Nun wollten wir auch die Kirche nutzen können, sollte Leben einziehen", berichtet die Pastorin. „Und nach längerer Pause konnte es mit geballter Kraft und vor allem auch weiterer Förder- und Lottomittel dann wieder ein Stückchen weiter gehen." Fenster wurden repariert, der Putz innen erneuert, der Fußboden denkmalgerecht wieder hergerichtet, die Kassettendecke aufgemöbelt und Wände gemalert. Dafür hat sich besonders Malermeister Dieter Schenk ins Zeug gelegt. Geld für die Renovierung floss sogar aus dem Erlös der Versteigerung der Berliner Mauer und hat so noch ihr Gutes getan.

Im Großen und Ganzen zeigt sich das Kircheninnere wieder ansehnlich. Doch fertig sei man lange noch nicht, meint auch Johannes Bromme. Noch fehlt die Heizung, für die aber alles Notwendige schon vorsorglich installiert wurde. Und auch die Orgel muss repariert werden. Doch die muss wohl doch noch ein bisschen warten.

Alle Kraft gilt jetzt dem Außenputz. Denkmalgerecht in Form und Farbe glänzt inzwischen die Wetterseite, die am meisten gefährdet war. Die anderen drei Seiten in Angriff nehmen zu können, ist größter Wunsch der Kirchgemeinde. Das könne jedoch nur Schritt für Schritt passieren und auch nur, wenn´s für Fördermittel grünes Licht gibt. Überdies hofft die Pastorin für die Arbeiten auf eine Vergabe-ABM, für die der Antrag gestellt ist. Mehr als 20 000 Euro sind erneut gesammelt worden, was Brigitte Koch als Ausdruck des guten Miteinanders im Dorf wertet und sich darüber glücklich zeigt. Erst zum Lichterfest ein Sonntag worden wieder 140 Euro gespendet. Frauen der Kirchgemeinde warben mit dem Kirchenmodell, das die Brommes bauten, für die Außensanierung des Gotteshauses.

aus OTZ vom 09.12.2002