Lesung aus der Chronik von Nöbdenitz



Zu einer Lesung aus der Ortschronik von Nöbdenitz hatte der Nöbdenitzer Ortsverschönerungsverein am 6. Juli 2008 geladen. Bei schönstem Wetter saßen die Gäste im Pfarrhofe, unterhalb der alten Eiche, und wurden von den Mitgliedern des Vereins verwöhnt. Es gab mit Liebe gebackenen Kuchen ( von den Mitliedern und deren Frauen gebacken); Kaffee und selbstgemachte Bowle, ein gutes Bier und die leckeren Bratwürste von der Lohmaer Fleischerei Heilmann.
Ich habe aus der Chronik gelesen, die ich in sieben Jahren zusammengestellt habe und wir als Verein haben sie verkauft. Dieses Geld fließt in die Reparatur der Nöbdenitzer Kirchenuhr, damit die Zeit in Nöbdenitz nicht stille steht. Und das Ziffernblatt sollte eventuell auch geändert werden, weil man durch das Jetzige die Uhr von weiten nicht erkennen kann.
Die Chronik besteht aus drei Teilen: Von der Anfangszeit bis 1898, 2. Teil von 1900 bis 1945, 3. Teil die Nachkriegszeit bis zur Wende. Diese Chronik kann gekauft werden, man sollte sich beim Ortsverschönerungsverein melden oder bei mir.

Ortschronistin Marlies Geidner-Girod


Großes Interesse an der Historie von Nöbdenitz


Seit dem Jahr 2003 ist Marlis Geidner-Girod als Ortschronistin von Nöbdenitz tätig. In Umsetzung dieser Funktion, die ehrenamtlich realisiert wird, konnte sie, neben vielen anderen Dokumenten auf einen umfangreichen Fundus an gesammelten Veröffentlichungen und Fotos ihres Vaters, Sepp Krafft, der zuvor als Ortschronist tätig war, zurückgreifen. Zudem hat M. Geidner-Girod viele Nöbdenitzer, vor allem ältere Bewohner, hinsichtlich eigener Erlebnisse aus der Vergangenheit befragt und sich nach Möglichkeit Fotos etc. aushändigen lassen. Sachkundigen Rat erhielt sie von Klaus Hofmann, dem Direktor des Museums Burg Posterstein, der beruflich bedingt Kenntnis über eine Vielzahl historischer Ereignisse und Zusammenhänge hat. All diese Dokumente und Berichte bedurften und bedürfen der Aufarbeitung, um nicht nur eine Dokumentensammlung sondern eine inhaltliche Zusammenfassung der wesentlichen Fakten vorlegen zu können.
 
Mit großem Engagement und zeitlichen Aufwand hat sich M. Geidner-Girod, die ansonsten im G-Markt Nöbdenitz als Verkäuferin tätig ist, dieser Aufgabe gewidmet. Als Mitglied des Ortsverschönerungsvereins Nöbdenitz e.V. hat sie uns davon berichtet, dass es ihr gelungen ist, eine Chronik von Nöbdenitz auszuarbeiten, die der Öffentlichkeit in Form einer Lesung zugänglich gemacht und zum Verkauf angeboten werden kann.

Gern haben wir diesen Vorschlag aufgegriffen, in der Hoffnung, dass bei den Nemzern und Anderen Interesse an der Nöbdenitzer Geschichte besteht. Mit Freunde konnten wir am Sonntag, den 6. Juli 2008 feststellen, dass dieses Interesse tatsächlich vorhanden ist. Bei sonnigem Wetter begrüßten wir viele Nöbdenitzer und Gäste aus der Umgebung auf dem Pfarrhof Nöbdenitz begrüßen. Bei Kaffee und Kuchen, den die Mitglieder des Ortsverschönerungsvereins bzw. deren Ehegattinnen dankenswerter Weise gebacken haben, kam es zu vielen angeregten Gesprächen.

Im Weiteren las Marlis Geidner-Girod abschnittsweise, jeweils größere Zeitabschnitte umfassend, aus den von ihr erarbeiteten 3 Teilen der Ortschronik vor. Selbst diejenigen, die seit Jahrzehnten in Nöbdenitz leben und meinten, schon fast alles über Nöbdenitz zu wissen, nahmen erstaunt zur Kenntnis, was sich in Nöbdenitz noch alles zugetragen hat, von dem sie bisher nichts wussten. Viele Anwesende erinnerten sich anhand von vorgetragenen Ereignissen an eigene Erlebnisse.

Mit Interesse wurde der Inhalt mehrerer Fotobände angeschaut, die während der Lesung aus der Chronik herumgereicht wurden. Viele erkannten sich selbst sowie Verwandte und Bekannte wieder. Im Anschluss an die Lesung bestand die Möglichkeit, die Ortschronik käuflich zu erwerben, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde. Zwischenzeitlich sind über 60 Exemplare der 3-teiligen Chronik verkauft (Nachbestellung ist möglich bei M. Geidner-Girod im G-Markt).

Ein Exemplar hat der Bürgermeister Herr Heydenreich erhalten, in der Hoffnung, dass die Gemeinde ihre Geschichte hegen und in Zukunft neue, erfreuliche Fakten hinzufügen möge. Zu diesen gehört hoffentlich auch bald, dass die Kirchturmuhr von Nöbdenitz wieder funktionstüchtig wird. Deshalb beabsichtigen wir, den Erlös aus der Lesung und dem Verkauf der Chronik im wesentlichen der Kirchgemeinde zu diesem Zweck zukommen zu lassen. Wir hoffen, dass die Uhr optisch so gestaltet wird, damit sie auch für alle erkennbar ist.





Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Bratwurst und Bier klang die Veranstaltung aus. Wir danken dem Wettergott Petrus, dass er das Gewitter bis in die Abendstunden zurückgehalten hat und wir erst beim Abräumen eine Dusche abbekommen haben.

Unser großer Dank gebührt Marlis Geidner-Girod, die die Chronik erarbeitet und aus ihr vorgelesen hat.

Wir danken der Kirchgemeinde Nöbdenitz dafür, dass wir den Pfarrhof für die Veranstaltung nutzen konnten.

Dank der Firma Nicolaus & Partner Ing. GbR, insbesondere unserem Mitglied Knut Radziej, für den kostenfreien Druck der Chronik.

Weiter danken wir der Fa. Getränkehandel Gäbler für das Bereitstellung der Sitzmöglichkeiten, dem Bäckermeister Jürgen Hübner für die frischen Sonntagsbrötchen, der Fleischerei Heilmann für die Lieferung der Bratwürste und die Bereitstellung des Grills etc, der Gemeinde Nöbdenitz und den Gemeindearbeitern für die Bereitstellung des Verkaufsstandes.



Der Vorstand des Ortsverschönerungsvereins Nöbdenitz e.V. dankt allen Mitgliedern, die an der Vorbereitung und Durchführung der Lesung aktiv mitgewirkt haben. Besonders danken wir den Ehepartnern der Mitglieder, die selbstlos mitgewirkt haben, so Frau Scholz, Frau Degner, Frau Herrmann und Herrn von der Bussche-Haddenhausen.

Frank Wunderlich für den
Ortsverschönerungsverein Nöbdenitz e.V.