|
|
|
Eine Untersuchung der Grabstätte (Ernst
Bräunlich, Posterstein, 1959) ergab folgenden Befund:
Der Hohlraum im Stamm der Eiche, dessen Ritzen
mit Moos abgedichtet wurden, war als eine Art Andachtsraum ausgestaltet.
Auf einer Sitzbank aus einem hohlen Weidenstamm
konnte man des Toten gedenken. Eine Holzkonsole mit einer defekten Vase
und metallische Reste von Kranzschleifen belegen das genauso wie eine
kleine vergitterte Öffnung zur Straße hin. Der Boden wies nach einer Baumerdeschicht eine ungefähr 20 cm dicke Kalkschicht über der gemauerten, mit Kalkputz ausgeworfenen und mit drei Natursteinplatten überdeckten Gruft auf. Der Tote liegt auf dem Sargunterteil quer zur vorbeiführenden Dorfstraße mit dem Kopf in südlicher Richtung. |