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Im
14.und l5.Jahrhundert kam es zu einer umfassenden Agrarkrise in Deutschland,
von der auch unsere Gegend nicht verschont blieb. Kriege, wie der vogtländische
Krieg (1354-59) oder der Hussitenkrieg (1429/30) taten ein übriges. Die Lasten,
die auch die Kirche der Bevölkerung auferlegte, wurden immer drückender.1354
forderte Bischof Rudolf von Naumburg die Pfarrer von Schmölln, Ronneburg, Nöbdenitz, Paitzdorf und anderen Orten auf, dafür zu sorgen,
dass alle geistlichen und
weltlichen Personen bei Strafe der Suspension und des Bannes innerhalb von 15
Tagen den Nonnen von Cronschwitz die schuldigen Abgaben zahlen. Ausdruck
der Schwierigkeiten der ländlichen Bevölkerung war auch, dass in jener Zeit
einzelne Dörfer vollständig verschwanden. Ihre Fluren und die darauf liegenden
Abgaben wurden auf die Nachbarorte aufgeteilt und uns sind sie heute nur noch
als Wüstung bekannt. In einigen Nöbdenitzer Überlieferungen heißt es, ein
solches verschwundenes Dorf habe zwischen Nöbdenitz und Selka gelegen, jedoch
ist dies weder durch schriftliche Dokumente noch durch Bodenfunde bisher zu
belegen. Die
Zuspitzungen im Lande fanden ihren Ausdruck in Reformation und Bauernkrieg. |