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12./13. Jahrhundert
1143
Als
erster Nöbdenitzer Ritter wurde 1143, Gerhardus von Nubodicz erwähnt.
Gerhardus, ein ehemals Unfreier, dann in den Ritterstand erhobener Bediensteter,
wurde als Reichsministerialer durch den Kaiser mit der Flur Nöbdenitz belehnt,
und tritt in Altenburger und Naumburger Urkunden noch vor Heinrich von Weida
einige Male als Zeuge auf.
Verwaltungsssitz
der Herrschaft war eine Wasserburganlage (der Waal), von der heute noch das alte
Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert und der Teich zeugen.
1181
Während
Nöbdenitz genau wie eine Reihe von Orten der Region noch 1181 im Zehntverzeichnis des Klosters Bosau registriert war, leistete der Ort spätestens
seit 1310 seine Abgaben an das Nonnenkloster Cronschwitz.
Bis
zur Reformation galt Nöbdenitz als einer der größten Parochien (Hauptpfarrorte).
Neben dem eingepfarrten Posterstein gehörten die Filialen Jonaswalde,
Wettelswalde, Mennsdorf und Vollmershain dazu.
1191
wird
dann Gerhard von Nöbdenitz (wahrscheinlich der Sohn des 1143 auftretenden
Gerhardus) zusammen mit seiner Mutter Mechthilde von Stein erwähnt.
Danach
erschien Nöbdenitz als Rittersitz in den überlieferten Urkunden nicht mehr und
Gerhardus nannte sich spätestens ab 1222 von
Stein oder lateinisch de lapide. Die Bauern des Ortes leisteten ihre
Abgaben bis 1575 nach (Poster)stein. Zwischen 1143 und 1191 hat also offenbar
eine Verlagerung des Verwaltungszentrums unseres Gebietes von Nöbdenitz nach
Posterstein auf den strategisch besser gelegenen Bergsporn (Burg Posterstein) über
der Sprotte stattgefunden.
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