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Zwischen
Nöbdenitz und Lohma wurden ein großer Damm geschüttet und eine hohe Brücke
errichtet, welche den Fahrweg und den Sprottenfluss überquert.
Unter der Leitung des Baumeisters Friedrich aus Großstechau wurde das
Bauwerk errichtet. Am 21. Juli 1865
wurde der Schlussstein im Bogen der Wegüberbrückung feierlich eingesetzt.
Dabei erklang der Choral Ein feste Burg ist unser Gott. Die
Einweihungsrede hielt der Bauführer. Danach zogen alle Versammelten mit Musik
zur fröhlichen Feier auf die Lößigwiese, im Saal der Schenke war Tanz, und am
Abend wurde ein schönes Feuerwerk abgebrannt. Der Chronist schrieb: Die
ganze Gesellschaft vergnügte sich an dem milden Abend auf der Wiese bis zum
anderen Morgen.
Am
23. Oktober 1865 vormittags 11 Uhr fuhr die erste Lokomotive durch unsere Flur,
und am 22. November fand die erste
Probefahrt von Gößnitz bis Gera statt. Endlich,
am 27. Dezember 1865, wurde die
Eisenbahn feierlich eröffnet. Der geschmückte Zug bewegte sich von Gößnitz
aus nach Gera und von da nach Ronneburg zurück. Der Festzug hatte auch auf der
Hinfahrt in Nöbdenitz gehalten. Dort begrüßte Pfarrer Nürnberger den Prinz
Moritz von Sachsen - Altenburg im Namen der Gemeinde und der Bevölkerung der
hiesigen Gegend und wünschte der Eröffnungsfahrt der Gößnitz - Geraer
Eisenbahn fernerhin Gottes Segen. So wurde vom 13.
April 1864 bis zum 27. Dezember
1865 mit Handarbeit und Muskelkraft von Mensch und Tier in kurzer Zeit die Eisenbahn
gebaut. |