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Dies Haus haben die Bauern ihrem Pastor erbaut, dessen Schützer sei dir nun, liebster Christus! Es ist das Werk des ratreichen Cäsar Pflugk, der ist der nämliche Veranlasser des Baues. L.B.p. (Laurentius Becher, Pfarrer) Nach
einem abgeschlossenen Vergleich vom 27.
März 1577 sollten ferner Bau- und Reparaturkosten der Pfarrgebäude
zur Hälfte aus jeder der beiden Kirchenkassen bestritten werden.
Der zweite Neubau des Pfarrhauses kam wieder erst nach langen
Auseinandersetzungen zwischen den Kirchgemeinden und dem damaligen
Pfarrer Wimmer im Jahre 1734 zustande.
Der Stein über der Haustür trug die Inschrift (Chronostichon
gr. oder Chronogramm) lat. Satz,
in dem die vorkommenden römischen Zahlenbuchstaben (C.V.M. etc) addiert
die Jahreszahl ergeben AED/BVS
EXSTRVCT/S N E/S, ROGO; PACE FRVAMVR.M.J.A.W Möchte
nach des Hauses Vollendung in ihm ich Ruhe genießen!
M. Johann Abraham Wimmer. 1826
wurde das Wohnhaus repariert und 1850 der östliche Giebel sowie 1855
der westliche Giebel neu erbaut. Im
Jahre 1884 erfolgte ein Anbau eines massiven Archivraumes.
Das gesamte Pfarrhaus wurde 1989 abgerissen. 1848 erfolgte der
Abriss der alten Zehntscheune, die mit dem Giebel direkt neben der alten
Eiche stand und mit dem Gebäude im Pfarrgarten.
Es wurde ein schöner Garten mit Mauer, Staket und Grasterrassen,
mit freiem Blick nach der Straße zu angelegt.
Die große Pfarrscheune mit Keller wurde 1980 an Herrn Pohle
verkauft, der sich in den siebziger Jahren ein Eigenheim dort baute.
Das alte Stallgebäude an der Dorfstraße wird seit 1992 von
Grund auf restauriert (Denkmalschutz).
Das schöne Fachwerk ist herrlich erneuert worden.
Wann ein neues Pfarrhaus gebaut wird, ist ungewiss. |