+++ Buntes
Programm nach der Schule +++

An der Schule werden montags in der 6. Stunde
diverse AGs angeboten und von den Schülern gut genutzt - so unter anderem:
Linedance, ein PC-Exel-Kurs, Schülerzeitung und HA-Betreuung, Kampfsport,
Prüfungsvorbereitung Mathe Klasse 10, Wetter-AG, Modellbau, Volleyball,
Physik/Mathe-AG, Turnen (Termine stehen noch nicht fest), Video-AG sowie
Aquaristik. Außerdem zieren die Umkleideräume neue Grafittis.



+++ Berufsberatung der Agentur für Arbeit an der Regelschule Nöbdenitz
+++

An einem Montag im Monat in der Zeit zwischen 8 und 11 Uhr sowie nach
Absprache haben Schüler der oberen Klassenstufen mit ihren Eltern die
Möglichkeit sich von Mitarbeitern der Berufsberatung hinsichtlich
Lehrstellenorientierung und Bewerbungsmodalitäten Auskunft geben zu
lassen. Dies findet direkt in den Räumen der Regelschule statt.
+++
Bericht: Aufs Berufsleben vorbereitet
(von
Susan Kröber)
+++
Bilder-Mix
Wer einen bunten Mix aus Bildern
aus der Regelschule Nöbdenitz sehen will - zum Beispiel eine Reihe Bilder
von der Abschlussfeier der Zehnten 2006 - der klicke einfach auf diesen
Link.
Klassenbilder
Wege zum Beruf
Eine Übersicht über
verschiedene Wege in den Beruf zum Herunterladen.

Schulgeschichte
Nachrichten
Volker Noffke spricht über sein Schicksal
Volker Noffke betreibt Aufklärung zu dieser Krankheit - Treff in
Nöbdenitzer Regelschule
Von OTZ-Redakteur Bernd Kemter Nöbdenitz.
"Ich bin nicht gekommen, um euch den Alkohol zu verbieten. Aber vielleicht
wird es mir gelingen, euch ein wenig die Augen zu öffnen, um Distanz zu
Alkohol herzustellen und mit euch darüber zu reden, was sein kann."
Gespannt verfolgten die Nöbdenitzer Regelschüler am Freitag den
Darlegungen von Volker Noffke, der mit seinem privaten Projekt "Farbe
bekennen" in ganz Deutschland unterwegs ist, um Kinder und Jugendliche,
Pädagogen und Sozialarbeiter über die Gefahren des Alkohols aufzuklären,
Politik, Wirtschaft und Medien zu diesem oft verharmlosten Phänomen zu
sensibilisieren. Alkoholsucht kann jeden treffen, stellte er klar. Als er
in die Runde fragte "Wer von euch hat schon mal Alkohol getrunken?" blieb
eigentlich kein Finger unten. Und auch, als Noffke wissen wollte, wer
schon mal so gesoffen hat, "dass irgendwann die Lichter ausgingen", gingen
einige Hände nach oben. Das selbe Ergebnis wie in Nöbdenitz hätte der Mann
natürlich auch in anderen Regelschulen oder Gymnasien erzielt. Und er
weiß, wovon er spricht, sind doch nach eigenem Bekunden "zwei Jahrzehnte
Saufen" an ihm nicht spurlos vorüber gegangen. Trotz anfänglicher
beruflicher Erfolge nach der Wende trug seine Alkoholsucht immer mehr zu
Fehlschlägen bei. Rapide ging es bergab, bis zu jährlich drei stationäre
Alkohol-Entgiftungen waren die Regel. Seine Gebäudereiniger-Firma ging den
Bach runter, seine Ehe kaputt. Geblieben sind Schulden in sechsstelliger
Höhe und ein verbitterter, damals elfjähriger Sohn. "Ich war süchtig nach
Alkohol, 24 Stunden am Tag." An seinem 40. Geburtstag, unter großen
Schmerzen, begann sein zweites Leben. Er nahm eine Langzeittherapie auf
sich. Und er nahm sich vor, das Problem öffentlich zu machen. "Ich will
etwas gegen diese verfluchte Sucht tun, für mich, aber auch für die
anderen." Und er steht zu seinem Wort. Er spricht mit jenen, die sich auf
ein Gespräch mit ihm einlassen wollen, und er zeigt in seiner
Wanderausstellung die verheerenden Folgen der Alkoholsucht. Dabei weiß und
sagt er, dass Alkohol nicht aus der Welt geschafft werden kann. Aber, so
gab der "trockene Alkoholiker" der lauschenden Nöbdenitzer Runde auf den
Weg, wenigstens "nicht oft, nicht viel", damit wäre schon vieles gewonnen.
Aber manches bringt ihn auf die Palme. So, als er bei schulischen Behörden
im Landkreis Greiz gegen Alkoholwerbung auf Schulbussen intervenierte. Die
Werbung verringere die Kosten für den Schulbusverkehr, hieß es da in den
Antwortschreiben, und: Jene Busunternehmen sichern ja Arbeitsplätze, was
wohl heißen soll: Daher muss man ihre Einnahmen aus der Werbung
tolerieren. An Noffke erging hingegen die lakonische Empfehlung: "Sie
können ja ebenfalls eine Fahrzeug-Werbefläche mieten".
So sah der Artikel der OTZ gedruckt aus: hier
klicken.
04.02.2007
Ein Kommentar von Christine Landgraf
(Studentin der Sozialpädagogik an der FH Jena, ehem. Praktikantin der
Mobilen JA)
„Farbe
bekennen“ – Früher gesoffen,
heute in der Prävention
„Ich bin Alkoholiker, stehe zu meiner Sucht. Ich weiß wovon ich rede;
zwei Jahrzehnte Saufen sind auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen. Ich
will etwas gegen diese verfluchte Sucht tun, für mich, aber auch für die
vielen anderen.“
(VONO 1999)
Am 2. Februar 2007 besuchte Volker Noffke im Rahmen seines Programms zur
Alkoholprävention die Regelschule Nöbdenitz. Diese Veranstaltung war
gleichzeitig auch Teil des Präventionsprojektes „Was uns nicht umbringt,
macht uns hart?!“ von Maja Hofmann (Schulsozialarbeit und Mobile
Jugendarbeit Nöbdenitz).
In der Turnhalle haben sich die Schüler der 8.-10. Klassen versammelt und
Volker Noffke tritt ihnen offen und undistanziert gegenüber. „Ich bin
nicht hier, um euch den Alkohol zu verbieten, aber ich will zeigen, was
der falsche Umgang mit dieser Droge bewirken kann.“ Alkoholsucht trifft
nicht immer nur die anderen. Aber wenn man nicht oft und nicht viel
trinkt, ist man auf der sicheren Seite. Alkohol ist ein Nervengift und
Alkoholsucht eine Krankheit.
„Wer hat schon mal Alkohol getrunken?“ - alle Hände gingen nach oben. Und
bei der Frage, wer schon mal soviel getrunken hat, dass ´die Lichter
ausgehen´ sind auch nur wenige Hände unten geblieben.
Jeder Mensch hat das Ziel glücklich und zufrieden zu sein. Aber Alkohol
macht es unmöglich, den eigenen Lebensweg selbst zu gestalten. Alles im
Leben eines Alkoholikers dreht sich um die Befriedigung der Sucht. Alles
andere gerät in den Hintergrund oder findet nicht mehr statt. „Ich habe
die Lebensqualität meiner gesamten Familie zerstört. Sucht führt zum Chaos
und hat etwas Teuflisches.“ Man ist nicht mehr Herr der Dinge und Hilfe
muss man annehmen. „Ein Alkoholiker stirbt nicht; er verreckt oder
krepiert.“ Bei dieser Krankheit ist im Drehbuch kein Happy End vorgesehen.
„Entzug ist der Vorhof zur Hölle. Wenn Geist und Körper nach Alkohol
gieren, ist man zu allem fähig.“ Dabei zeigen die Bilder, die er während
seiner Therapie gemalt hat eine zerrüttete, von Alkohol umgebene
Persönlichkeit.
Er hatte schon 15 stationäre Entgiftungen und noch mal so viele in
privaten Versuchen. Teilweise kam es zu Promillewerten über 5,5. Erst die
Langzeittherapie nach dem letzten Bier an seinem 40. Geburtstag brachte
Erfolge. Bis heute ist Volker trocken, aber jeder Tropfen kann einen
Rückfall bedeuten. Nicht viele haben das Glück, aus der Sucht so
unbeschadet heraus zu kommen und zufrieden abstinent zu sein. Er ist ein
Ausnahmefall und hat sich die Prävention zur Aufgabe gemacht.
Die Schüler lernen die 4-Punkte-Nüchternheit. Das heißt am Arbeitsplatz,
in der Schwangerschaft, bei Medikamenteneinnahme und im Straßenverkehr ist
Alkohol tabu. Außerdem macht Volker auf die Alkoholwerbung aufmerksam, die
direkt an die Schüler gerichtet ist - von Alkopops und kleinen bunten
Schnäpsen bis hin zur Bierwerbung auf den Schulbussen.
Die eindrucksvolle Schilderung löste bei den Schülern so manchen
sprachlosen Moment aus und die Resonanz war durchweg positiv. Zum Schluss
gab Volker dem Publikum mit auf den Weg, was er gelernt hat: „Bewahrt euch
eure Liebe!“
(Christine Landgraf)
Weitere Fotos von Christine Landgraf:




Graffitis an der Regelschule

Seit den Sommerferien
ist der Fitnessraum der Regelschule Nöbdenitz ein farblicher Blickfang. Umrahmt
von den Graffitis können Schüler und
Schülerinnen Billard spielen, tanzen oder an diversen Fitnessgeräten schwitzen.
Mehr Bilder. (Dezember 2006)